Nikolausfeier nach Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes außer man tut es

Getreu dem Erich-Kästner-Zitat "Es gibt nichts Gutes außer man tut es" verschaffte die Lebenshilfe Heppenheim ihren behinderten Freunden und deren Angehörigen am 3. Adventssonntag wieder einen besinnlichen Nachmittag im Marienhaus. Vorsitzender Friedel Frank konnte immerhin 80 Besucher zur traditionellen Nikolausfeier, die wie immer Abschluss und Höhepunkt der jährlichen Vereinsaktivitäten war, begrüßen. Der gute Zuspruch zeigte ein weiteres Mal, dass die Angebote der Heppenheimer Ortsgruppe dankbar angenommen werden. Nach gut dreistündigem Programm ging man zufrieden und von guten Gedanken und Geschichten angeregt mit dem Gefühl nach Hause, schon ein wenig Weihnachten erfahren zu haben.

Der leibhaftige Nikolaus, dieses Mal in Person von Matthias Adler, der  jeden der anwesenden behinderten Freunde zu sich rief und jedem ein gutes Wort mit auf den Weg gab, trug genauso dazu bei, wie die weiteren Mitwirkenden: Rosemarie und Christine Alter mit Flötenspiel, Pfarrer Thomas Meurer mit seiner Geschichte vom kleinen Kind, das die Rolle des unbarmherzigen Wirts bei der Herbergssuche einfach nicht durchhalten konnte und damit letztlich wahrlich von Gott gewollte Liebe verschenkte, der Posaunenchor (unter Leitung von Mathieu Ochs) und die Sängerinnen und Sänger der "Harmonie" (unter Leitung von Vizedirigent Gerold Bangert). Beide Gruppierungen bereichern, wie der Lebenshilfevorsitzende betonte, seit Jahren das Programm der Nikolausfeier und erwiderten unisono, dass für sie das Mitmachen bei der Lebenshilfe-Nikolausfeier einfach selbstverständlich ist. Die von Luisa Metz vorgelesene Geschichte über das weihnachtliche Plätzchenbacken amüsierte und lud natürlich ein, zum Singen über die Weihnachtsbäckerei mit so mancher Kleckerei, bei dem Ursel Lutz wie auch bei anderen Liedern am Klavier begleitete.

Gut versorgt waren im Übrigen alle. Selbstgebackener  Kuchen und duftender Kaffee wurden von fleißigen Küchengeistern (Renate Hero, Norbert Mitsch, Ulrike und Isabel Schürmann und Monika Frank) aufgetischt und über die Lebenshilfekasse erhielt jede/r Behinderte/r ein Geschenk und eine Wundertüte, die Resi und Reinhard Metz hergerichtet hatten. Einige der Behinderten trugen mit kleinen Gedichten, die sie dem Nikolaus angespannt und ergreifend zu Gemüte führten, auch ihren Teil dazu bei, dass die Feier wieder zu einer rundum gelungenen Veranstaltung wurde.


Herbstfest 2015

Vergnüglich und unterhaltsam ging es wieder zu beim 21. Herbstfest der Lebenshilfe Heppenheim, das traditionsgemäß am Feiertag (3. Oktober) beim Feierabendwinzer Paul Jäger und seiner Familie ausgerichtet wurde. Gut 70 Besucher kamen und ließen es sich gut gehen, zunächst bei Kaffee und Kuchen, den fleißige vereinstreue Bäckerinnen der Allgemeinheit servierten. Anschließend konnte der Bewegungsdrang bei einem Spiel mit acht Stationen ausgelebt werden. Behinderte und Nicht-Behinderte waren mit Begeisterung bei der Sache und standen sich in den erbrachten Leistungen kaum nach. Das Gleiche galt auch für das obligatorische Schätzspiel, bei dem es gegen Abend dann um die Anzahl der Beeren eines großen Traubenhenkels, um das Mostgewicht, die Traubensorte und um Fragen zu den diesjährigen Weinköniginnen und -prinzessinnen der Region und in ganz Deutschland ging. Bei Zwiebelkuchen, Hausmacher Wurstbrot, Federweißem und anderen Getränken wurd weiter gefachsimpelt und erzählt, bevor zum Schluss die Ergebnisse des Rätsels gelüftet und die Sieger mit kleinen Preisen belohnt wurden.

Insgesamt für alle Teilnehmer wieder eine gelungene Veranstaltung, zu der Petrus mit prächtigem Herbstwetter seinen erheblichen Beitrag leistete.


Draisinenfahrt in der Pfalz

Mit 46 Teilnehmern machte sich die Lebenshilfe Heppenheim am Sonntag, 6. September mit dem Bus auf den Weg in die Pfalz zum zweiten Teil der Draisinenfahrt von Staudernheim nach Lauterecken, nachdem im vergangenen Jahr der erste Teil außerordentlich großen Spaß bereitet hatte. Wenn auch das Wetter dem vom letzten Jahr nicht standhalten konnte, so war auch dieses Mal viel Vergnügen und reichlich körperliche Ertüchtigung angesagt. Mit 11 Draisinen war man im Konvoi auf der Strecke. Zwischendurch wurde eine Pause zum Picknicken eingelegt, für das Reinhard und Resi Metz gesorgt hatten.

Auf dem Nachhauseweg wurde dann noch einmal Zwischenstation im "Sonnenhof" in Bockenheim eingelegt und gut gevespert und nach rund 11 Stunden kam die Ausflugstruppe zwar "geschafft" aber mit schönen Eindrücken wieder in Heppenheim an.


Auch diesmal ein tolles Sommerfest

"Wir tun was", lautet ein Leitspruch der Lebenshilfe, den die Ortsvereinigung in Heppenheim auch nachhaltig und im Interesse ihrer Menschen mit Handicap betreibt. Am 19. Juni wurde eine Ausstellung mit Bildern, die in der Freizeit am Bodensee gemalt wurden, eröffnet. Schon zwei Tage später ging es weiter mit dem Sommerfest, das seit ein paar Jahren im Anwesen der Familie des Vorsitzenden und auch bei der mit einbezogenen Nachbarschaft stattfindet.

Wird heute allenthalben  im Umgang mit behinderten Mitmenschen von Inklusion und Teilhabe gesprochen, so wird diese im Vereinsleben der Heppenheimer Lebenshilfe schon seit Jahren offensiv praktiziert. Beim gemeinsamen Stationsspiel von Menschen mit und ohne Behinderung, zu dem neben Torwandschießen, Dosenwerfen und Kegeln ein Laufparcour und ein Tastspiel gehörten, standen alle Teilnehmer im vergnügten Wettkampf miteinander. Es gab zwar eine kleine Auswertung, letztlich war das Ergebnis aber zweitrangig und der Spaß stand im Vordergrund. Zur Belohnung gab es für alle Mitwirkenden ein leckeres Eis vom "Coccola", dessen nostalgischen Wagen man extra in die Friedrich-Ebert-Straße beordert hatte.

Petrus als Wettermann spielte weitgehend mit und hielt sich zumindest während der Spiele zurück. Einen späteren Schauer konnte die Lebenshilfetruppe - geschützt unter Pavillions - leicht ertragen, zumal es noch Gegrilltes und gut gekühlte Getränke gab. Bei vergnüglicher Unterhaltung dauerte das Fest bis in den Abend hinein.

 

 


Vernissage der Lebenshilfe im Foyer des Rathauses

Bei der diesjährigen Freizeit in Immenstaad am Bodensee (siehe gesonderter Bericht auf dieser Seite) wurde eifrig gemalt. Als Vorlage dienten Mandalas und die Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry mit dem bekannten Zitat „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Das war auch das Motto, das über der Freizeit stand und überhaupt die Grundeinstellung der Heppenheimer Lebenshilfe zum Ausdruck bringt.

Die dabei entstandenen „Kunstwerke“ beeindruckten auch Außenstehende so sehr, dass die Idee aufkam, diese einmal einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf Nachfrage erklärte sich Heppenheims Bürgermeister Rainer Burelbach spontan bereit, das Foyer des Rathauses zur Verfügung zu stellen. Dort wurden die Gemälde bis 5. Juli ausgestellt und mit einer gelungenen Vernissage am 19. Juni eröffnet (siehe Foto). Von dem Angebot, einzelne Ausstellungsstücke gegen eine Spende zu erwerben, wurde rege Gebrauch gemacht.


„Der kleine Prinz“ begleitet die Gruppe

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieses allseits bekannte Zitat aus der Geschichte „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery stand in diesem Jahr als Motto über der zweiwöchigen Freizeit für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, die die Lebenshilfe Heppenheim seit nunmehr 42 Jahren organisiert und in eigener Regie gestaltet. Bei teils heiterem, teils durchwachsenem Wetter bot sich vielfältige Gelegenheit zum Bemalen von Keilrahmen - eben mit Motiven vom „kleinen Prinzen“, wie auch von Mandalas und Engeln, die letztlich in erstaunlichen Kunstwerken mündeten. Zu schade, um sie einfach nur mit nach Hause zu nehmen, fanden denn auch die Freizeitteilnehmer und fassten den Entschluss, die Gemälde in Kürze der heimischen Bevölkerung bei einer Ausstellung einmal vor Augen zu führen.

Auch beim allabendlichen Tagesrückblick mit den Behinderten stand die Geschichte vom „kleinen Prinzen“ immer wieder im Blickpunkt und wurde von der Kreativkraft der Heppenheimer Lebenshilfe, Monika Frank, in verständlicher Form den gespannt zuhörenden Teilnehmern vermittelt.

Unterkunft war zum fünften Mal das Haus der Begegnung „Schloss Hersberg“ der Pallottiner in Immenstaad am Bodensee, in dem die „wohlbekannte“ Heppenheimer Gruppe freundliche Aufnahme fand und mit köstlichem und abwechslungsreichem Essen bestens versorgt wurde. Außerdem bot sich im Haus Gelegenheit zur Gymnastik und zum Kegeln, zum abendlichen Spielen, Singen und Unterhalten, so dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam und auf das Fernsehen gerne verzichtet wurde.

Natürlich wurde auch, wenn es das Wetter zuließ, die herrliche Bodenseeregion mit dem öffentlichen Personennahverkehr nach Meersburg und nach Friedrichshafen erkundet. Bei einer Tagesfahrt mit angemietetem Bus ging es in die benachbarte Schweiz nach Schaffhausen zum Rheinfall, nach Stein am Rhein sowie zur „Gemüseinsel“ Reichenau und bei einer Schifffahrt zur Blumeninsel Mainau. Der Aufenthaltsort Immenstaad selbst wartete am Wochenende mit einem mittelalterlichen Markt auf und bot Gelegenheit zum Promenieren am Strand und zum Minigolfspielen.

Anlass zum Feiern war bei der Lebenshilfegemeinschaft auch wieder geboten, zum einen bei Geburtstagen von zwei Behinderten während der Freizeit, zum anderen am Vatertag. Während sonst meist den Müttern am Muttertag gehuldigt wird, waren diesmal die Väter die Gefeierten, die gebührend mit einer Bodenseeerinnerung und einer Tasse mit der Aufschrift „Papa unverzichtbar“ bedacht wurden.

Die Stimmung in der Truppe ist bei der Lebenshilfe immer vortrefflich, wofür die Leiter, Monika und Friedel Frank, seit über 20 Jahren Garant sind. Dementsprechend wurde beiden auch - gerade unter Bezug auf das oben genannte Motto - von Herzen gedankt. Kein Wunder, dass für das nächste Jahr schon Vorsorge getroffen und als Freizeitquartier die Kolping-Familienstätte in Teisendorf in Oberbayern fest gebucht wurde.


Lebenshilfe Heppenheim beim NABU

Äußerst informativ und gut verständlich führte der Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) Heppenheim, Günther Hagemeister, assistiert von Doris Heller vom Büro der Kreisgeschäftsstelle des NABU, am 22. April Mitglieder der Lebenshilfe Heppenheim eineinhalb Stunden durch das vereinseigene Naturschutzgebiet am Heppenheimer Bruchsee. Er erklärte die dort angesiedelte Vogelwelt und die geschützte Natur und fand dabei großes Interesse und Aufmerksamkeit bei den Zuhörern, denen das Gebiet größtenteils gar nicht bekannt war. Das Angebot einer Führung an anderer Stelle wurde gerne aufgegriffen. 


Friedel Frank bleibt Vorsitzender, Mitgliederversammlung vom 26.03.15

Der neu gewählte Vorstand

Dass bei der Lebenshilfe Heppenheim der Name zugleich Programm und Inhalt der Vereinsphilosophie ist, wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung, die traditionsgemäß im Gründungslokal der Ortsvereinigung „Zum Stadtgraben“  abgehalten wurde, wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vorsitzender Friedel Frank konnte den erfreulich zahlreich erschienenen Mitgliedern erwartungsgemäß wieder einen positiven Geschäftsbericht liefern, indem er - belegt mit einer erfrischenden Diaschau - die verschiedenen Aktivitäten im abgelaufenen Vereinsjahr Revue passieren ließ.

Schwerpunkt wie in jedem Jahr war wieder die zweiwöchige Freizeit für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige, die in 2014 nach Lam im Bayrischen Wald führte und nachhaltige Wirkung auch in der Heimat hatte. Wurden dort doch zahlreiche Kunstwerke kreiert, die dann später in Heppenheim der erstaunten Öffentlichkeit bei einer Vernissage während des Pfarrfestes von St. Peter dargeboten wurden (siehe Fotos).

Kreativkraft dabei ist immer wieder Monika Frank, die Ehefrau des Vorsitzenden, die ihren Mann seit nunmehr 22 Jahren unterstützt und die es versteht, die Menschen mit Behinderung mit ihrer natürlichkeit und ihrer aufgeweckten Art zu motivieren, was letztlich auch vom stellvertretenden Vorsitzenden Franz Schäfer zum Abschluss der Versammlung mit dem generellen Dank an das Ehepaar Frank gewürdigt wurde. Der kräftige Applaus der Versammlung bekräftigte dies. Genauso wie das Ergebnis der turnusmäßig alle drei Jahre anstehenden Vorstandswahlen.

Friedel Frank, seit 1993 im Amt, wurde zum achten Mal wiedergewählt, einstimmig  wie seine Mitstreiter Franz Schäfer als stellvertretender Vorsitzender, Reinhard Metz als Rechner und Marhilt Sämmler als Schriftführerin (bei jeweils eigener Enthaltung). Bei der Wahl der Beisitzer gab es - durchaus gewünscht - „Blutauffrischung“ durch die Neuwahl von Kirsten Helfrich und Matthias Jäger, die schon im letzten Jahr bei Vorstandssitzungen hospitierten und nunmehr ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit signalisierten.

Platz für sie machten die langjährig aktiven und inzwischen gesundheitlich beeinträchtigten Mitglieder Gerlinde Strubel und Paul Jäger, denen mit einem kleinen Präsent für ihre ehrenamtliche Arbeit herzlich gedankt wurde. Der Verein will aber gerne weiter auf deren Rat und Tat zurückgreifen und hat die Ausscheidenden auch ausdrücklich ermuntert, in diesem Sinne dem Verein treu zu bleiben. Wiedergewählt als weitere Beisitzer wurden Wolfgang Luber und Walter Hesse (Pressewart).

Beim Ausblick auf die neuen Vereinsaktivitäten in diesem Jahr wurde besonders auf die wieder im Mai anstehende neue Freizeit im Haus der Begegnung Schloss Hersberg in Immenstaad am Bodensee, für die sich schon 38 Personen angemeldet haben, und die Fortsetzung der Draisinenfahrt in der Pfalz (nach dem ersten Teil in 2014) im September hingewiesen. Außerdem lädt die Ortsvereinigung wieder ein zu geselligen Treffen beim Sommer- und beim Herbstfest und den Feiern in der Weihnachts- und der Fastnachtszeit.

 Zum Thema „Fastnachtsaktivitäten“ wurde mit großer Begeisterung von der ersten Teilnahme der Lebenshilfe beim diesjährigen Fastnachtsumzug in Heppenheim berichtet. Die gezeigten Bilder bewiesen, dass alle Beteiligten mit Freude „mittendrin“ dabei waren, insbesondere das Lebenshilfe-Prinzenpaar, und durchaus Interesse haben, auch beim nächsten Mal wieder mitzumachen. Mit großem Dank und Anerkennung wurde das Zugkomitee gelobt, das der Lebenshilfe einen komplett hergerichteten Wagen für den Umzug zur Verfügung gestellt hatte.

 

Lebenshilfe
für Menschen
mit geistiger Behinderung e.V.
Ortsvereinigung Heppenheim

Friedrich-Ebert-Str. 16
64646 Heppenheim

Tel.: 06252 788310

www.lebenshilfe-heppenheim.de
kontakt@lebenshilfe-heppenheim.de

Bankverbindungen:

Sparkasse Starkenburg
IBAN: DE04 5095 1469 0010 1479 46
BIC: HELADEF1HEP

Volksbank Darmstadt-Südhessen eG
IBAN: DE21 5089 0000 0010 5119 09
BIC: GENODEF1VBD