Hallo zusammen,

schade, schade, aber wir kommen nicht umhin, auch unsere letzte für dieses Jahr geplante Aktivität, nämlich unsere Nikolausfeier, die wir am So., 13.12. im "Gossini" durchführen wollten, abzusagen. Die zuletzt hohen Corona-Infektionszahlen und der neuerlich verfügte Lockdown hat uns im Vorstand dazu bewogen, das Risiko mit einer Veranstaltung von ca. 70 - 80 Personen, die normalerweise an unseren Nikolausfeiern teilnehmen, nicht einzugehen. Außerdem weiß man nicht, ob nach dem 30.11. der Lockdown tatsächlich zu Ende ist oder ob erst nach und nach wieder Lockerung erfolgen. Ein Hinausschieben der Entscheidung ist auch gegenüber dem Wirt vom "Gossini" nicht zu vertreten. Wir würden aber trotzdem unseren behinderten Freunden gerne eine kleine Freude zu Weihnachten bereiten, indem wir - wie sonst auch üblich - jedem eine Geschenktüte herrichten, die dann von den Vorstandsmitgliedern mit einem Weihnachtsgruß bei den Familien zuhause vorbeigebracht wird. Voraussetzung ist aber, dass dies so gewünscht und uns das Interesse signalisiert wird, entweder durch Brief oder Anruf oder Email-Antwort bis 30.11.2020!. Es wird dann mit jeder Familie der Besuchs- und Übergabetermin (ca. Mitte Dezember) vereinbart.

Die Malaktion, für die wir inzwischen allen Interessierten die vergrößerten Malvorlagen zugeleitet haben, läuft trotzdem. Wir werden versuchen, eine andere Gelegenheit zu schaffen, wie die Malergebnisse dann in geeignetem Rahmen präsentiert werden können. Wer noch Interesse am Mitmachen hat, darf sich gerne beim Vorstand melden.

Normalerweise wird bei der Nikolausfeier auch die Jahresplanung für das neue Jahr ausgehändigt. Doch auch die Jahresplanung 2021 gestaltet sich für den Vorstand dieses Mal sehr schwierig - zum einen, weil nicht klar ist, wie lange wir noch unter Corona zu leiden haben und zum anderen, weil auch die Nachfolge im Vorsitz der Lebenshilfe HP und die Zusammensetzung eines neuen Vorstands noch nicht geklärt ist. Eine Mitgliederversammlung ist für März (18.3. ??) angepeilt.

Für eine mögliche Lebenshilfe-Freizeit 2021 haben wir uns eine Option im Schloss Hersberg in Immenstaad am Bodensee, und zwar vom 17. bis 27.5.2021 einräumen lassen. Interessenten sollten sich den Termin schon mal vormerken. Eine Anmeldung müsste dann bis spätestens Ende Januar 2021 erfolgen. Näheres wird rechtzeitig bekanntgegeben. In der Hoffnung, dass Eure Enttäuschung nicht so groß ist und dass Ihr Verständnis für die Entscheidung des Vorstands habt, grüßen wir Euch alle und drücken Euch - in Gedanken - ganz herzlich.


Neues in Corona-Zeiten

Hallo zusammen,

wie schon zuletzt beschrieben, haben wir uns im Vorstand Gedanken gemacht, was wir - als Ersatz für die ausgefallenen Aktivitäten in Corona-Zeiten – evt. noch im Rest dieses Jahres anbieten könnten. Zum einen läuft ja gerade die Malaktion für unsere behinderten Freunde. Wir haben dafür mögliche Malvorlagen besorgt und unsere behinderten Freunde jeweils 1-2 aussuchen lassen. Inzwischen wurden Vergrößerungen (DIN A 3 Format) gefertigt und diese an unsere Behinderten ausgeteilt. Bei einigen wird das in Kürze noch nachgeholt. Die Bilder, die zuhause ausgemalt und dann bei uns abgegeben werden sollten, könnten dann bei der Nikolausfeier vorgestellt und präsentiert werden. Eine Belohnung für jede/n, die / der mitmacht, wird zugesagt. Wer noch Interesse hat, mitzumachen, darf sich gerne melden.

Weitere Info: Nach dem Rundgang auf der Starkenburg am 13.9. (mit 30 Personen) waren ja noch weitere Führungen mit Karlheinz Mulzer auf dem Heppenheimer Mühlenweg und hinaus in die Bombach mit Geschichten vom Mordsche vorgesehen. Leider ist Karlheinz aber zwischenzeitlich gesundheitlich „außer Gefecht gesetzt“, so dass wir uns um Alternativen kümmern mussten. So wollen wir nunmehr am Samstag, 17.10., ab 14 Uhr am „Stadtgraben“ (früher Dörsam) treffen und nach Erbach laufen (ca. 1 Stunde) und dort im Gasthof Jäger einkehren. Dort gibt es Kaffee und Kuchen oder auch etwas Deftigeres – je nach Geschmack. Wer nicht mit laufen kann oder will, kann auch mit dem Auto zu den Wanderern bzw. Spaziergängern hinzu stoßen. Ab. ca. 15 Uhr. Damit sich die Gastwirte darauf einstellen können, mit vielen Personen wir kommen, ist es unbedingt notwendig, dass Ihr Euch vorher beim Vorstand anmeldet! Anmeldung (telefonisch oder mit Email-Antwort ) bitte bis 10.10.20.

Im November wollen wir uns dann (vermutlich in zwei Gruppen) mit denen, die sich für ein gemeinsames Frühstück im Café La Boheme interessierten, dort treffen. Termine müssen noch festgelegt werden - voraussichtlich samstags vormittags.

Die Nikolaus- bzw. Weihnachtsfeier ist für Sonntag., 13.12., ab 14.30 h, im Restaurant „Gossini“ vorgesehen. Aufgrund der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen ist allerdings noch nicht ganz klar, ob sich diese „geschlossene Veranstaltung“ letztlich tatsächlich verwirklichen lässt. Wir sind sehr daran interessiert, wollen aber auch kein zu großes Risiko eingehen und müssen die weitere Entwicklung abwarten.

Gruß vom Vorstand


Freudiges Wiedersehen bei der Lebenshilfe Heppenheim auf der Starkenburg

 

Corona hat wie bei vielen anderen auch das Vereinsleben der Heppenheimer Lebenshilfe über Monate zum Stillstand gebracht. Umso größer war die Freude, dass man sich am vergangenen Sonntag, 13.9., wieder einmal treffen und ein bisschen Gemeinschaft pflegen konnte. 30 Personen folgten bei strahlendem Sonnenschein und richtigem Altweibersommer der Einladung des Vorstands zu einem Rundgang auf dem Gelände der Starkenburg, bei der Vereinsmitglied und Altstadtführer Karlheinz Mulzer über die Geschichte der Burg und einige mystische Geschichten um die Burg zu Gehör brachte – unter anderem vom Melampus und der „Weißen Frau“. Danach setzte man sich im Außenbereich der Burgschänke zu Kaffee und Kuchen oder anderen Köstlichkeiten zusammen und tauschte sich über die persönliche Gestaltung der letzten Monate aus und sagte natürlich dem kundigen Führer ein herzliches Dankeschön. Die behinderten Freunde erhielten die Gelegenheit, sich eine Motivvorlage für eine Malaktion auszusuchen, die ihnen in den nächsten Tagen in Vergrößerung zur Verfügung gestellt wird, Die Ergebnisse sollen dann bei der Nikolausfeier am Sonntag, 13.12., im „Gossini“ präsentiert werden. Alle, die nicht auf der Starkenburg mit dabei waren und Interesse an einer Teilnahme an der Malaktion haben, haben die Gelegenheit, sich noch im Nachhinein beim Vorsitzenden Friedel Frank zu melden.


Neues von der Lebenshilfe

Hallo zusammen,

nachdem wir – wegen der wieder gestiegenen Corona-Infektionszahlen – die vom 6.-20.9. geplante Freizeit nun doch abgesagt haben, hat sich der Vorstand am Mo., 24.8., getroffen und überlegt, was denn in Corona-Zeiten noch unternommen werden könnte, um wenigstens ein bisschen Gemeinschaft in der Lebenshilfe HP zu pflegen.

Auf das Herbstfest bei Jägers am 3.10. müssen wir leider verzichten, da (wie beim Sommerfest) die zu beachtenden besonderen Hygienevorschriften kaum zu gewährleisten sind.

Unsere für 6.12. im Marienhaus geplante Nikolausfeier ist ebenfalls nicht möglich, da im Marienhaus aktuell nur 25 Personen für Veranstaltungen zugelassen sind. Bei der Suche nach einer Alternative haben wir im „Gossini“ (ehemals Vereinshaus), wo wir ja auch unsere Mitgliederversammlung abhielten, Glück gehabt. Dort können wir, allerdings erst 1 Woche später, am So., 13.12., ab 14.30 h, als „geschlossene Gesellschaft“ unter uns besinnlich feiern. Wir beginnen mit Kaffee und Kuchen (wird vom Lokal gestellt!), hören uns den einen oder anderen Beitrag an, müssen aber wohl auf das gemeinsame Singen verzichten. Der Nikolaus wird uns besuchen und unsere behinderten Freunde beschenken und am Ende laden wir zum gemeinsamen Abendessen ein.

Darüber hinaus haben wir, wenn Interesse daran besteht, einen Rundgang auf der Starkenburg – mit Geschichten vom Melampus u.a. – und anschließender Einkehr in der Burggaststätte (wenn möglich im Freien) angepeilt. Datum: So., 13.9.20, 14 h.

Auch eine ca. 1 ½ stündige Mühlenführung auf dem HP Mühlenweg und ein – allerdings 2 ½ stündiger – Gang den Eckweg hinaus in die Bombach – ebenfalls mit Geschichten und Erzählungen wäre möglich. Termine (im Okt./ Nov.) müssten noch vereinbart werden.

Für interessierte Freunde des Fotografierens würde Karlheinz Mulzer auch eine Anleitung anbieten.

Wer hätte Interesse an einem gemeinsamen Frühstück (Sa oder So in Gruppen von 10-15 Personen) im Café La Boheme in der Marktstraße?

Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickelt, sind dann im nächsten Jahr weitere Aktivitäten (evt. auch Ausflüge mit dem Bus) denkbar.

Eine Fastnachtsveranstaltung wie gewohnt wird es aber nicht geben.

Liebe Grüße vom Vorstand


Mitgliederversammlung am Do., 02.07.20

Anerkennung und ein bisschen Wehmut prägten die Stimmung bei der nachgeholten Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Heppenheim am Do., 2.7. Zum einen konnte beim Rückblick des vergangenen Vereinsjahres – dokumentiert in einer Diaschau – noch einmal ins Bewusstsein gerückt werden, was den Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen wieder an vielfältigen Aktivitäten geboten werden konnte. Zum anderen wurde mit Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass die sonst üblichen Angebote zur Freizeitgestaltung und Gemeinschaftspflege Corona bedingt derzeit eben nicht möglich sind.

Höhepunkte im Jahr 2019 waren die Freizeit, die zwei Wochen im Mai zum wiederholten Male im Schloss Hersberg bei den Pallottinern in Immenstaad am Bodensee verbracht wurde, die Spielfeste im Sommer und Herbst bei den Familien Frank und Jäger, der Besuch auf Einladung des MdL Alexander Bauer des Hessischen Landtags mit weiterem anschließenden Besuch im Haus der Sinne im Schloss Freudenberg, eine Altstadt- und eine Laternenführung in Heppenheim noch als Einlösung von Geschenken zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2018 und natürlich die vertrauten Feiern in der Fastnachts- und Weihnachtszeit im Marienhaus. Des Weiteren wurde gemeinsam gewandert, gekegelt und an den örtlichen Festen wie Fastnachtsumzug, Weinmarkt, Pfarrfest und Kerwe teilgenommen.

Wehmut kam – neben den beklagten Ausfällen wegen Corona – auch auf, weil die Zusammenkünfte im „Stadtgraben“, dem Gründungslokal der Lebenshilfe Heppenheim, bei Familie Dörsam nach Schließung nicht mehr möglich sind. In der Vorweihnachtszeit hatte man sich ein letztes Mal dort getroffen und an schöne Zeiten erinnert.

Bei der nächsten Mitgliederversammlung im März 2021 steht für die Lebenshilfe Heppenheim ein weiterer Umbruch an. Der Vorsitzende Friedel Frank wird – wie schon 2018 angekündigt – nicht mehr kandidieren. Reinhard Metz als Rechner und Walter Hesse als Beisitzer stellen sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl. Daher wurde an alle Sitzungsteilnehmer appelliert, sich aktiv bei der Gestaltung der Zukunft der Lebenshilfe einzubringen.

Positive Vermeldung konnte Friedel Frank hinsichtlich des geplanten Baues einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung durch die Behindertenhilfe Bergstraße in der Hirschhorner Straße auf dem Gelände der früheren Vitosgärtnerei machen. Die notwendigen Formalien sind durch Beschlüsse der zuständigen Gremien erfüllt. Die Ausschreibungen laufen. Mit einem Baubeginn ist allerdings frühestens in 2021 und mit der Inbetriebnahme in 2024 oder 2025 zu rechnen.

Eine vom Finanzamt geforderte Änderung eines Paragraphen der Satzung wurde einstimmig beschlossen. In gleicher Weise wurde der Vorstand, insbesondere bezüglich der Kassenführung, einstimmig entlastet und Paul Bauer als neuer Kassenprüfer gewählt. Die nach dem Rücktritt von Kirsten Helfrich vakant gewordene Position des stellvertretenden Vorsitzenden wird kommissarisch bis zur nächsten Mitgliederversammlung im März 2021 vom Rechner Reinhard Metz mit übernommen, da sich aktuell keine neue Lösung ergab.

Im September wird die Lebenshilfe-Gemeinschaft in eine weitere Freizeit in das vom Kolpingwerk getragene „Haus Chiemgau“ nach Teisendorf / Oberbayern fahren, nachdem dort der Betrieb inzwischen wieder aufgenommen werden konnte und vom Haus zugesagt wurde, dass ein Urlaub dort – unter Einhaltung der im Moment gegebenen Bedingungen – wieder möglich ist. Für die Lebenshilfe Heppenheim wenigstens ein kleiner Lichtblick und Hoffnungsschimmer für die Zukunft.


Beim Fastnachtsumzug grüßt das Lebenshilfe-Prinzenpaar Hepprums bunte Narrenschar

 

Mit dem "gnädigen" Wettergott an der Seite feierte die Lebenshilfe mit der Heppenheimer Bevölkerung Straßenfastnacht beim Umzug am Fastnachtsonntag. Trotz schlechtester Wetterprognosen und Absagen in anderen Städten blieb es in Heppenheim trocken und die befürchteten Stürme blieben aus. Die Stimmung am Straßenrand war wie immer toll und die Helaurufe vom Wagen der Lebenshilfe, den dankenswerterweise wieder das Zugkomitee hergerichtet hatte, kamen bei den Zuschauern und Besuchern gut an. Kein Wunder, konnte doch die Lebenshilfe nun schon zum 6. Mal ein eigenes Prinzenpaar, Anette I. und Johannes I. vorweisen.


Närrischer Kräppelkaffee am So., 16.2.

 

Spätestens wenn „der Paul und sein Gaul“ als Kultfiguren die Polonäse durch den Saal anführen, ist bei der Lebenshilfe-Fastnacht Hochstimmung angesagt. So war es auch wieder am So., 16.2., als die Heppenheimer Lebenshilfe-Familie ihre Freunde zum „Närrischen Kräppelkaffee“ ins Marienhaus eingeladen hatte und sich eine große Zahl von Menschen mit und ohne Behinderung einfand.

Aufgeheizt durch den Hausmusiker Soundman Dirk Gugenberger kam von Anfang an Stimmung auf, die während des gut dreistündigen Programms auf hohem Niveau blieb. Dafür sorgten zum einen die Aktiven, zum anderen die Besucher selbst, die sich zum Mitmachen animieren ließen und mit Applaus und mehreren dreifach donnernden Helaus nicht sparten.

Die Balletts der Kolpingjugend als Pippi Langstrumpf und als Piraten, das Pfarrteam von St. Peter und Erscheinung des Herrn als Kirchenschweizer, die Zammegestoppelte als Feuerwehrtruppe von den Kolpingfastnachtern, Matthias Jäger als Julius Caesar und der Schirmherr der Straßenfastnacht, Hans-Peter, Brotteigkneter, in Begleitung vom Zugkomitee unter Leitung von Zugmarschall Norbert Weiser gestalteten das kurzweilige Programm.

Auch der Leib der Besucher kam nicht zu kurz. Kräppel und Kaffee zu Beginn und Weck und Wurst zum Abend wurden von fleißigen Küchenhelfern ausgeteilt. Wie gewohnt wurden alle, die zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen, mit dem von Monika Frank handgefertigten Orden der Lebenshilfe bedankt. Und der Kommentar der Teilnehmer am Ende war einhellig: „Es war oafach werrer schee!“


Schub für bhb-Wohnprojekt in Heppenheim

Der Bebauungsplan für das Wohnprojekt der Behindertenhilfe Bergstraße an der Hirschhorner Straße ist jetzt rechtswirksam.

Verfasser Christopher Frank, Bergsträßer Echo vom 17.01.2020 HEPPENHEIM -

Die Behindertenhilfe Bergstraße (bhb) bietet nach eigenen Angaben „vielfältige Wohn-, Arbeits- und Betreuungsangebote“ im Kreis Bergstraße an. Denn die Prämisse des Unternehmens lautet: „Jeder Mensch sollte möglichst dort leben und arbeiten, wo er möchte.“ Allerdings sind die Angebote vorrangig noch auf die Standorte Fürth, Bensheim und Lorsch beschränkt. Noch. Denn in absehbarer Zeit sollen die Planungen für ein Wohnprojekt in Heppenheim maßgeblich vorangetrieben werden. Erklärtes Ziel ist es seit nunmehr zwei Jahren, auf dem Gelände der früheren Gärtnerei der Vitos-Klinik an der Hirschhorner Straße ein neues Wohnprojekt zu starten. Explizit geplant ist ein „maximal zweigeschossiges Wohnheim für Menschen mit Behinderung“. Dass dieses Projekt nun tatsächlich Fahrt aufnehmen kann, hat die Behindertenhilfe in erster Linie der positiven Entscheidung der Heppenheimer Stadtverordnetenversammlung zu verdanken. In der letzten Sitzung vor der Winterpause hatten die Parlamentarier der zweiten Änderung des Bebauungsplanes „Östlich Hirschhorner Straße“ zugestimmt, mit der amtlichen Bekanntmachung im Anzeigenteil dieser Zeitung wurde dieser Schritt vor wenigen Tagen dann auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Damit ist der Bebauungsplan jetzt rechtswirksam“, teilt die Geschäftsführung auf Anfrage dieser Zeitung mit. Somit scheinen auch die Probleme gelöst, die das Bauvorhaben zuletzt ausgebremst haben. Zur Erinnerung: Auf dem Grundstück waren Abwasserleitungen entdeckt worden, die nicht im Baulastverzeichnis kenntlich gemacht worden waren. Der ursprünglich für das zweite Quartal dieses Jahres geplante Baubeginn dürfte deshalb kaum mehr realisierbar sein – wenngleich auf dem Grundstück bereits ein erster Bagger steht und der Abriss des einstigen Funktionsgebäudes der Gärtnerei auf einem „Bauschild“ angekündigt wird. Zunächst müssten erst einmal die weiteren Formalitäten geregelt werden, betont bhb-Geschäftsführer Christian Dreiss: „Die Stadt bereitet jetzt zusammen mit dem Planungsbüro die digitale Planfassung und den Verfahrensabschluss vor. Danach kann die bhb in die Architektenauswahl gehen.“ Zugleich teilt die Geschäftsführung mit, an den ursprünglichen Plänen mit 24 Plätzen sowie zwölf weiteren Plätzen für die Tagesgestaltung festhalten zu wollen.

Fast schon klar, dass die jüngste Entwicklung bei den Betroffenen in der Kreisstadt gut ankommt. „Die Lebenshilfe Heppenheim hat erfreut zur Kenntnis genommen, dass das Bauvorhaben der Behindertenhilfe nach einiger Vorlaufzeit nun der Verwirklichung nahekommt“, heißt es vonseiten der Ortsvereinigung der Lebenshilfe. Der Verein habe die bhb schon seit Jahren ermuntert, bei neuen Bauvorhaben auch einmal an Heppenheim als Standort zu denken und die Stadtverwaltung gebeten, nach einem geeigneten Gelände Ausschau zu halten. „Schließlich gibt es auch in Heppenheim mehrere Familien mit behinderten Angehörigen, die sich Gedanken machen müssen, wo ihre Schützlinge einmal bei Bedarf heimatnah untergebracht werden können“, teilt der Lebenshilfe-Vorstand mit. Weiter heißt es: „Lebenshilfe und Behindertenhilfe arbeiten auf Kreisebene seit Jahren im Interesse der gemeinsamen Klientel zusammen.“ Aus diesem Grund habe die Ortsvereinigung der Lebenshilfe der Behindertenhilfe schon im Vorfeld angeboten, eine Wohneinrichtung in Heppenheim durch gemeinsame Aktivitäten mit begleiten und unterstützen zu wollen.

Reichlich Unterstützung erhält die Behindertenhilfe bei ihrem Vorhaben auch von der Heppenheimer Stadtverwaltung. So setzte sich die Stadt schon zu Planungsbeginn ausdrücklich für eine Änderung des ursprünglichen Bebauungsplans ein. Dieser hatte für das betroffene Grundstück ein „Sondergebiet für eine Kindertagesstätte und eine Verkehrsfläche“ vorgesehen – was per Parlamentsbeschluss geändert werden musste. Die Änderung sei unter Berücksichtigung des bestehenden Bedarfs städtebaulich erforderlich, heißt es in der städtischen Begründung des Änderungsantrags. „Zudem ist der geplante Standort innerhalb eines bestehenden Wohngebietes für das Vorhaben gut geeignet.“ Die ursprünglich auf der Fläche vorgesehene Kindertagesstätte soll stattdessen auf der südlich an den Geltungsbereich angrenzenden Fläche errichtet werden – bestenfalls noch in diesem Jahr. Hierfür sind über drei Millionen Euro im kommunalen Haushalt eingeplant.

BEHINDERTENHILFE BERGSTRAßE

1971 war es eine Elterninitiative, die sich Gedanken darüber machte, wie Möglichkeiten geschaffen werden können, um die Beschäftigung ihrer behinderten Kinder zu gewährleisten – und somit den Verein Behindertenhilfe Bergstraße ins Leben rief. Bis heute ist der Verein alleiniger Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH. Der Verein nahm seine Arbeit zunächst mit 18 Menschen mit Behinderung in der ehemaligen Taschentuchfabrik in Bensheim auf. Seitdem hat sich das Arbeitsangebot kontinuierlich erweitert. Heute arbeiten rund 550 Menschen mit Behinderung in den Werkstätten in Bensheim, Lorsch und Fürth. Als weiteres Angebot der Behindertenhilfe Bergstraße wurde 1978 die erste Wohnstätte mit zwölf Plätzen in Bensheim bezogen. Seit dieser Zeit wurden die Wohnformen weiterentwickelt und dem Bedarf der Bewohner angepasst. Den Bewohnern sollen Wohnformen geboten werden, welche die Entfaltung ihrer Individualität ermöglichen und die ein möglichst selbstbestimmtes Leben fördern. (fran)


Winterwanderung am So., 12.01., nach Erbach

Vergnügt wie gewohnt, trotz frostiger Temperatur, machten sich einige Wanderfreudige der Heppenheimer Lebenshilfe auf den Weg nach Erbach zum Gasthof Jäger, wo - wie in den vergangenen Jahren schon - Gelegenheit zur Einkehr, zum Kegeln und zum ungezwungenen Plaudern bestand. Einige andere kamen mit dem Pkw nach und schlossen sich der Gemeinschaft an und alle erfreuten sich an der gepflegten Geselligkeit.

 

Lebenshilfe
für Menschen
mit geistiger Behinderung e.V.
Ortsvereinigung Heppenheim

Friedrich-Ebert-Str. 16
64646 Heppenheim

Tel.: 06252 788310

www.lebenshilfe-heppenheim.de
kontakt@lebenshilfe-heppenheim.de

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